
Wangner St. Nikolaus nahm an der Samichlaus-Segnung teil
Kürzlich trafen sich bei strahlendem Sonnenschein, jedoch bei tiefen – 9° C. über 60 Schweizer Samichläuse mit ihren Helfern am schönen Ägerisee. In Unterägeri fand an iesem Sonntagmorgen in der alten St. Marienkirche die 2. Samichlaus-Segnung der Interessengemeinschaft Samichlaus Brauchtum-Schweiz“ statt. Die IG S-S.CH wurde vor 2 Jahren in Olten gegründet, zwecks Erhaltung, Pflege, und Ausbildung, sowie der Nachhaltigkeit des altehrwürdigen St. Nikolaus-Brauchtums zu gewähren. Am 4.11.2024 organisierte die jubilierende St. Nikolausgesellschaft gemeinsam mit der St. Nikolaus-Gruppe Olten die 1. Samichlaus-Segensfeier in der St. Ursen-Kathedrale in Solothurn. In diesem Jahr wurde die Segensfeier durch die St. Nikolausgruppe Unterägeri organisiert. Auch an dieser Feier nahmen wieder zwei zuverlässige und treue Eseli teil. Nach der Segensfeier, sowie dem einstündigen Fotoshooting für eine grosse Schweizer Wochenzeitschrift, stärkten sich die Teilnehmenden mit der traditionellen „Unterägeri Chlauswurscht mit Härdöpfelsalat“. Nach der Aufteilung in zwei Gruppen, begab sich die erste Gruppe in die Kälte hinaus, um mit den beiden Eseli und dem Instruktionspaar der „Eselschulung für Schmutzli und Samichlaus“ beizuwohnen. Dabei erfuhren sie Vieles und Praktisches über die hochintelligenten und zu Unrecht verkannten Haustiere. Prinzipiell ist der Esel nie störrisch: Wenn er Gefahr erkennt, muss der Mensch ihm eine Alternative anbieten. Das ist die eigentliche Herausforderung! Die zweite Gruppe lauschte gebannt dem Vortrag „St. Nikolaus – wer bist Du?“ des Nikolauskenners „Buda“ (Hans-Peter Rust). Der Heilige griechische Bischof Nikolaos (Nike = Sieger / Laos = Volk, Sieger aus dem Volk Gottes) geboren um 260 n. C. in Patara, ist der weltweit meist verehrte ökumenische Heilige. Und doch scheinen ihn die Wenigsten zu kennen oder sind sich gar bewusst, was dieser „Agios Myriotes“ (der Heilige und Wundertätige) bis in die heutige Zeit bewegt hat. Aus der kirchlichen Verehrung im damaligen Byzanz entwickelte sich um das 10. Jh. auch in Mittel- bis Nordeuropa ein ausgedehntes und vielfältiges Kirchen- und Volksbrauchtum. Aus den Kinderbischöfen in Klosterschulen, die die armen Kinder um die Klöster herum beschenkten, entstanden nach und nach die vielfältigen Entwicklungen rund um das Samichlaus-Brauchtum. In der Schweiz entwickelte sich dieses Brauchtum nachweislich bereits im 14. Jh. Damals war der Geschenkbringer immer der St. Nikolaus und nie das „Christchindli“. Diese Tradition entstand viel später und setzte sich mit den steigenden Konsum-Möglichkeiten der Menschen durch. Die einfache und vorgelebte Botschaft dieses zu Gunsten der einfachen Menschen in Myra wirkenden Bischofs war und ist die Nächstenliebe. Dies hat sich nachhaltig in den Herzen der Menschen festgesetzt. Auch heute noch sind in seinem Namen tausende Menschen unterwegs, um die Nächstenliebe in Form von Zuhören, Loben und traditionellen Gaben verteilen, zu erhalten. Mit diesem Grundsatz trennten sich die Teilnehmenden am Abend mit dem ehrwürdigen „Guet Chlaus“. St. Nikolaus mit seinen Helfern kommen am Freitag, 5. Dezember um 18 Uhr in Wangen beim Wegkreuz Gheidstrasse an. Gehen wir hin und empfangen sie mit grosser Freude! Sie haben für alle etwas Leckeres dabei!










